Gartenbau Referenzprojekt Hausverwaltung Wiesbaden

Müllstandsplatz in Sichtbeton-Optik mit L-Tec Winkelstützen

An einer Wohnanlage in Wiesbaden-Klarenthal waren die Holzpalisaden des Müllstandsplatzes morsch. Wir haben den Platz tiefer in den Hang gegraben, 21 Winkelstützen aus Sichtbeton gesetzt und das alte Pflaster wieder verlegt. Das Stahldach kam zurück an seinen Platz, dazu ein neuer Zaun und zwei Tore.

Erneuerter Müllstandsplatz in Wiesbaden mit Winkelstützwänden in Sichtbeton, Stabgittertoren und wiederverwendetem Pflaster Wiesbaden-Klarenthal

Projektdaten

Auftraggeber
Hausverwaltung, Wohnanlage
Ort
Wiesbaden-Klarenthal
Umgesetzt
12. Mai bis 24. Juni 2026
Stellfläche
rund 36 m², altes Pflaster wieder eingebaut
Wände
21 LITHON L-Tec Winkelstützen, 1,80 m hoch, Sichtbeton SB 4
Zaun und Tore
Doppelstabmatten, 2 Tore je 1,50 × 1,80 m

Vorher und nachher

Von morschen Palisaden zur Wand aus Sichtbeton

Links der alte Platz mit Holzpalisaden, rechts der neue. Ziehen Sie den Regler für den Vergleich.

Mehr zu Mauern und Stützwänden
Vorher: Müllstandsplatz mit dunklen Holzpalisaden unter einem Stahldach, davor der Gehweg Nachher: Müllstandsplatz mit Winkelstützmauer in Sichtbeton, neuen Toren und wiederverwendetem Pflaster Vorher Nachher

Die Materialbilanz

Was rausging, was reinkam, was blieb

Ein Müllstandsplatz sieht klein aus. Weil er aber in einen Hang gebaut ist, steckt viel Material darin. Alle Mengen stammen aus unseren Wiegescheinen und Lieferscheinen.

Raus

17,7 tentsorgt

  • Bauschuttalte Betonkeile und Fundamente der Palisaden10,0 t
  • Oberboden und Aushubwas nicht wieder hinter die Wand passte5,4 t
  • Altholzdie imprägnierten Palisaden, als Sonderabfall2,0 t
  • GrünschnittWurzeln und Gehölz am Hang0,3 t

Rein

rund 60 teingebaut

  • Transportbeton9 m³ für das durchgehende Fundamentrund 21 t
  • Winkelstützen21 Stück L-Tec, mit dem Kran abgeladen18,2 t
  • Mineralgemisch 0/32Planum unter Wand und Pflaster15,8 t
  • Splitt 2/5Bettung für das Pflaster4,3 t
  • Schnellbeton37 Sack für die Zaunpfosten0,9 t

Blieb

3 ×wieder eingebaut statt neu gekauft

  • 36 m² Pflasteraufgenommen, gereinigt und im alten Verband wieder verlegt
  • Das Stahldachabgebaut, zur Seite gelegt und über dem neuen Platz wieder montiert
  • Ein Teil des Aushubszwischengelagert und hinter den Wänden wieder eingebaut

Beton umgerechnet mit rund 2,35 t je m³. Nicht mitgezählt sind Zaun, Tore und Kleinmaterial.

Baustellentagebuch

Sechs Wochen vom Hang zum Stellplatz

Vom Rückbau bis zum Pflaster. Wischen oder blättern Sie durch die Baustelle.

  1. Alter Müllstandsplatz mit Holzpalisaden und Stahldach am Gehweg
    01

    Vorher

    Die Holzpalisaden waren morsch und nicht mehr standsicher. Der Platz musste neu gebaut werden.

  2. Palisaden entfernt, aufgenommenes Pflaster liegt gestapelt auf der freigelegten Fläche
    02

    Rückbau

    Dach abgebaut und zur Seite gelegt, Palisaden raus, Pflaster aufgenommen und zum Wiedereinbau aufbewahrt.

  3. Minibagger in der Grube, dahinter eine hohe, senkrecht abgegrabene Erdwand
    03

    In den Hang

    Damit mehr Platz entsteht, haben wir tief in die Böschung gegraben. Der Aushub wurde zwischengelagert.

  4. Große Betonbrocken der alten Fundamente liegen in der Grube
    04

    Alte Fundamente

    Unter den Palisaden steckten Betonkeile. Zusammen mit Resten kamen 10 t Bauschutt zusammen.

  5. Winkelstützen aus Beton stehen auf Holzrahmen am Gehweg neben dem Lkw
    05

    Anlieferung

    21 Winkelstützen, zusammen 18,2 t, kamen per Spedition und wurden mit dem Kran abgeladen.

  6. Minibagger hebt einen großen Stein aus dem Aushub
    06

    Steine im Hang

    Im Aushub lagen große Steine und Wurzeln. Der Minibagger hat sie Stück für Stück herausgeholt.

  7. Fertig ausgehobene Grube mit senkrechten Erdwänden an drei Seiten
    07

    Grube fertig

    Drei senkrechte Erdwände, bereit für die Winkelstützen.

  8. Schotterplanum mit gespannter Schnur für die Flucht der Wand
    08

    Planum und Schnur

    Mineralgemisch 0/32 als tragfähiges Planum, die Schnur gibt die Flucht der Wand vor.

  9. Eine Winkelstütze hängt am Kran und wird an die Böschung gesetzt
    09

    Setzen mit dem Kran

    Jede Winkelstütze wiegt knapp 900 kg und wird auf das frische Betonfundament gesetzt.

  10. Die ersten Sichtbetonwände stehen in einer Ecke der Grube
    10

    Die Ecke steht

    Die ersten Wände stehen, im Lot und in einer Flucht.

  11. Schmaler Arbeitsraum hinter der Wand, die Fuge zwischen zwei Elementen ist mit Band abgeklebt
    11

    Fugen dicht

    Die Fugen zwischen den Elementen haben wir von hinten mit Dichtband abgeklebt, damit keine Erde durchrieselt.

  12. Hinter der Sichtbetonwand ist Erde bis zur Oberkante verfüllt
    12

    Hinterfüllt

    Hinter den Wänden verfüllt und verdichtet. Überschüssiger Boden ging zur Entsorgung.

  13. Das Stahldach ist wieder montiert, auf der Wand steht ein Doppelstabmattenzaun
    13

    Dach und Zaun

    Das alte Stahldach ist wieder oben. Auf der Wandkrone sitzt ein niedriger Zaun, verschraubt mit Bolzenankern.

  14. Neue verzinkte Tore und Zaun zur Straße, dahinter die Sichtbetonwände
    14

    Zwei Tore

    Zur Straße ein 1,83 m hoher Zaun und zwei Tore mit je 1,50 m Durchgang, mit Drücker und Schloss.

  15. Wieder verlegtes altes Rechteckpflaster vor den Sichtbetonwänden
    15

    Altes Pflaster, neu verlegt

    Auf Wunsch der Verwaltung haben wir das alte Pflaster gereinigt und im alten Verband wieder verlegt, auf einer Bettung aus Splitt.

Ecke der Winkelstützmauer, dahinter der Hang mit Hecke und Wohnhaus
Blick in den schmalen Arbeitsraum zwischen Wand und Böschung, unten der Fuß der Winkelstütze

Gut zu wissen

So hält die Wand den Hang

Eine Winkelstütze sieht aus wie ein großes L. Die hohe Seite ist die Wand, der Fuß liegt waagerecht im Boden und zeigt in den Hang.

Die Erde, die wir hinter der Wand wieder einfüllen, liegt auf diesem Fuß und drückt ihn nach unten. Genau dieses Gewicht hält die Wand gegen den Druck des Hangs. Deshalb kommt die Wand ohne Anker aus, braucht aber ein sauberes Fundament und eine gut verdichtete Hinterfüllung.

Der Aufbau von unten nach oben: Planum aus Mineralgemisch 0/32, darauf ein durchgehendes Betonfundament, darauf die Winkelstützen. Die Fugen sind von hinten abgeklebt, dahinter ist verfüllt und verdichtet.

Mehr zu Mauern und Stützwänden
Verbaute MaterialienAus Rechnung, Lieferscheinen und Wiegescheinen

Wände

  • 21 LITHON L-Tec Winkelstützen, 1,80 m hoch, 99 cm breit, 12 cm stark
  • Sichtbetonklasse SB 4, grau
  • Fugen mit Dichtband 10 cm abgeklebt

Unterbau

  • 15,8 t Mineralgemisch 0/32 als Planum
  • 9 m³ Transportbeton für das durchgehende Fundament
  • Hinterfüllung aus dem eigenen Aushub, verdichtet

Pflaster

  • rund 36 m² vorhandenes Rechteckpflaster, ca. 20 × 10 × 8 cm
  • Tragschicht Mineralgemisch 0/32, Bettung 4,3 t Splitt 2/5
  • verfugt mit gewaschenem Sand 0/2

Zaun und Tore

  • Doppelstabmatten, feuerverzinkt
  • auf der Wand: niedriger Zaun, Pfosten mit Bodenplatte, verschraubt mit Bolzenankern
  • zur Straße: 1,83 m hoch, Pfosten mit Schnellbeton gesetzt
  • 2 einflügelige Tore, je 1,50 × 1,80 m, mit Drücker und Schloss

Entsorgung

  • 10,0 t Bauschutt
  • 5,4 t Oberboden und Aushub
  • 2,0 t Altholz (imprägnierte Palisaden)
  • 0,3 t Grünschnitt

Galerie

Der fertige Platz

Sichtbeton, Pflaster und die Details an Zaun und Toren. Klicken Sie auf ein Foto, um es groß anzusehen.

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